Der erste Chihuahua/

Der erste Hund 

Passt ein Chihuahua zu mir?

-Das Wichtigste für einen Hund ist bei seinem Menschen zu sein. Wenn Sie den ganzen Tag arbeiten und ihr kleiner Freund den ganzen Tag alleine bleiben muß, dann sollten Sie sich lieber keinen Hund anschaffen, da sich dieser bei ihnen dann nicht wohl fühlen wird.

Der Chihuahua ist sehr Menschenbezogen, Kinderfreundlich, umgänglich und bei guter konsequenter Erziehung, wie bei jedem Hund, ein pflegeleichter Begleiter. Auch wenn es sehr kleine Hunde sind, bin ich der Meinung sie gehören gut erzogen. Auch so ein Mini möchte ohne Leine toben, ich persönlich möchte die Vorurteile des kleffenden Kleinhundes aus dem Weg räumen. Denn kein Hund ist von Natur aus ein Kläffer. Das was unsere Hunde sind, machen wir aus ihnen. Natürlich darf er bellen, wenn fremde Personen das Grundstück betreten, dafür ist er ja ein Hund, aber er hat aufzuhören, wenn ich ihm das sage. Genauso möchte ich spazieren gehen ohne dass mein Hund alles anbellt.

So klein und süß wie die Rasse ist, sie muß genauso erzogen werden wie ein großer Hund. Deshalb ist das erste Hundejahr anstrengend. Ich helfe Ihnen aber jederzeit gerne dabei.

Sie haben sich für einen Chihuahuawelpen entschieden?!

- Sie haben eine gute Wahl getroffen! Mit einem Chihuahua werden Sie viel Freude haben. Wer diese Rasse einmal genau kennengelernt hat, wird fasziniert von ihrer liebenswerten und offenen Art sein. Wir hatten zuerst nur Einen und uns wurde dann aber schnell klar, dass wir noch einen Zweiten möchten. Es ist wunderbar mitanzusehen wie die Hunde über Wiesen und Felder toben. Auch nur Einer wird wie wild rennen, wenn er von der Leine darf.

Was kostet ein Welpe?

- Der Preis für einen Welpen kann sehr stark variieren. Es ist davon abhängig, ob Sie Ihren zukünftigen Mitbewohner als Schmusehündchen haben möchten oder vielleicht sogar einmal eine Ausstellung oder gar eine Zucht planen. Ein Welpe mit kleineren Fehlern ist etwas günstiger, da er sich in diesem Fall wahrscheinlich nicht für die Show oder Zucht eignet. Einen vielversprechenden Welpen , der sich voraussichtlich auch für die Ausstellung eignen wird ,bekommt man ab 1100,-Euro. Die Grenze nach oben ist weit gefächert, jedoch sind Preise von  850 Euro bis 1600 Euro im Normalbereich (für einen Welpen).Ein Verantwortungsvoller Züchter  investiert viel Zeit, Liebe und vieles mehr (Impfungen, Entwurmen, Papiere, mehr Futter für das Muttertier und auch Welpenfutter ab der 6 Woche). in den Welpen bis er abgegeben wird.  Nicht zu vergessen ist die Deckgebühr für den Rüden, wenn man keinen Eigenen besitzt. Seltene Farben, wie Merlefarben, Huskyfarben, Blau, Schoko oder ähnliches können auch weitaus teurer sein, da diese Farben sehr selten sind. Desweiteren kann der Typus, der Charakter und der Körperbau den Preis eines Welpen beeinflussen. Welpen ohne Papiere sollten nur mit Vorsicht gekauft werden, da hier keinerlei Kontrollen oder gar gezielte Wurfplanungen stattfinden.

Wo kaufe ich einen Welpen?

-Sie sollten beim Kauf eines Welpen folgendes bedenken. Daß man mit dem Kauf eines Hundes auch eine gewisse Verantwortung den Tieren gegenüber hat. Der Kauf bei einem dubiosen Züchter/Vermehrer/Händler bewirkt, daß dieser nur noch mehr "produziert" und die Leidtragenden sind die Tiere. Einen Welpen sollte man nur dort kaufen, wo man wenigstens das Muttertier und die "Aufzuchtstube" begutachten kann. Hygiene und Sauberkeit sind das Wichtigste in der Hundehaltung!!!!! Bei einem Züchter wo man nicht bedenkenlos selber schlafen oder essen könnte , sollte man auch keinen Hund kaufen. Sollte einem schon im Eingangsbereich starker Gestank entgegenkommen, ist es besser man sieht sich genau um, ob die für eine Zucht notwendigen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. 

Kaufen Sie bitte keinen Welpen aus Mitleid! Der Züchter macht sonst bedenkenlos weiter mit seiner dubiosen Zucht.

Auch ist das Verhalten der Hunde wichtig. Wie reagieren, die erwachsenen Hunde und auch die Welpen Ihnen gegenüber? Sind sie freundlich,kommen sie Schwanzwedelnd auf Sie zu ? Sind sie Misstrauisch oder Scheu und lassen sich nicht anfassen.Dann müssen sie Vorsichtig sein!

Außerdem müssen sie aufpassen, wenn der Züchter/Verkäufer den Welpen/die Welpen aus einem anderen Zimmer holt und wie auf dem Präsentierteller vorzeigt. 

 

Was ist beim Kauf wichtig?

- Wenn Sie sich für einen Hund entschieden haben wird der Verkäufer mit Ihnen einen Kaufvertrag machen. In diesem sollten die Daten des Hundes und die des Käufers und Verkäufers stehen. Jeder Züchter hat seine eigenen Vertragsklauseln. Wenn Ihnen am Kaufvertrag etwas nicht gefällt oder Sie sich von etwaigen Klauseln zu sehr unter Druck gesetzt fühlen, sprechen Sie den Verkäufer darauf an. Lassen Sie sich das Original des Vertrages oder eine Kopie mitgeben. Beim Kauf erhalten Sie auf jeden Fall den Impfpass mit. In diesem sollte mindestens schon eine Impfung eingetragen sein und die Tätowier- oder die Microchip-Nummer enthalten. Wenn Sie keinen Impfpass erhalten, sollten Sie vom Kauf Abstand nehmen, da der Hund nicht gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten geimpft ist und somit stark erkranken könnte. Die Ahnentafel bekommen Sie in den meisten Fällen auch gleich mit. Es kann aber auch vorkommen, dass die Ahnentafeln noch beim Zuchtbuchamt liegen und somit erst später nachgeschickt werden können. Dies sollte aber im Kaufvertrag vermerkt werden.

Noch ein Wort zum Abgabealter::

Kaufen Sie keinen Welpen unter der 10 Woche. Erst ab diesem Alter kann der Chihuahuawelpe rein praktisch von seinem Rudel weg, da er dann einen ausreichenden Impfschutz aufgebaut haben müsste und einen ausreichenden Sozialkontakt zur Mutter und seinen Geschwistern hatte.

Es raten viele Leute , dass der Welpe auf keinen Fall vor der 12. Woche abgegeben werden darf. Wir geben keinen Welpen früher ab, weil bei uns erst mit

der vollendeten 12. Lebenswoche geimpft wird. Somit hat der Hund einen 3 jährigen Impfschutz. Wir sind auf den Impfstoff umgestiegen weil es die Hunde

besser vertragen und damit man nicht mehr Jährlich zur Nachimpfung gehen muss bzw. 4 Wochen nach Abholung des Welpen.

Was braucht mein Chihuahua !?

Halsband oder Geschirr?

Wir bevorzugen ein Geschirr.

Unsere Hunde fühlen sich sehr wohl mit einem Geschirr.

Austellungshunde sollte man an beides gewöhnen. Halsband und Geschirr, da man auf der Austellung mit Halsband laufen muß.

Beim Sport zum Beispiel Radfahren mit den Hunden ist ein Geschirr besser. Es reist den Hunden nicht am Hals. Genauso kann nicht passieren, daß man bei zu starkem ziehen, einen Nackenwirbel bricht und dieser sich in die Lunge oder Luftröhre bohrt und den Hund sein Leben lang quält. Dies ist in unserem Bekanntenkreis leider schon passiert. Aus Schreck vor einem Freilaufenden großen Hund wurde der Kleine an der Leine Hochgerissen. Da ist ein Geschirr besser, man kann den Hund daran packen und hochziehen und es passiert nichts.

 

Futter - trocken oder ???

Unsere Hunde bekommen Trockenfutter und wir haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Es ist jedoch wichtig, daß Sie ihrem Chihuahua neben dem Hauptfutter, Trockenfutter, auch etwas Abwechslung bieten. Wir füttern auch frisches Fleisch, Pansen, Knorpelfleisch und rohes Fleisch. Unsere Hunde essen auch sehr gerne Gemüse, wie Paprika, geriebene Karotten mit Öl, Äpfel oder ähnliches. Zudem gibt es bei uns häufig getrocknete Kauartikel für Hunde.

GETROCKNETE KAUARTIKEL: Nun muß ich leider hinzufügen, dass diverse Kauartikel mitunter auch gefährlich sein können für den Hund. Unsere Gladys musste

operiert werden (am 14.10.2011), weil ihr so ein Kauknochen hinuntergerutsch ist und in der Speiseröhre stecken blieb. Bitte nehmen Sie die Kauartikel weg, bzw

werfen Sie diese weg wenn sie zu klein geworden sind.

Schlafplatz

Ein Chihuahua hat es gerne warm und weich. Der beliebteste Schlafplatz ist der ,beim Besitzer im Bett! Da dies jedoch nicht immer gewünscht ist, muss man sich nach Alternativen umschauen. Von unseren Hunden werden gerne Schlafhöhlen aus Plüsch bevorzugt. Der Schlafplatz muss dem Hund Schutz bieten und möglichst "Höhlig" sein. Es ist wichtig, dass ihr Welpe einen festen Schlafplatz hat, wo er nicht gestört wird und wo er sich jederzeit zurückziehen kann. Dieser Platz sollte zugfrei und ruhig sein, jedoch dem Hund die Möglichkeit bieten , das Familiengeschehen von seinem Schlafplatz aus zu beobachten. Wenn das Körbchen bsp. im Wohnzimmer steht, das Familienleben sich aber hauptsächlich in der Küche abspielt, so wird ihr Chihuahua nur ungern alleine im Wohnzimmer liegen. 

Impfungen:

Wir haben zur Zeit folgenden Impfplan:

Wir impfen unsere Welpen erst nach der vollendeten 12 Lebenswoche. Die Welpen vertragen die Impfung besser und sie haben einen 3 jahres Impfschutz. Auch muss nach 4 Wochen
keine Nachimpfung gemacht werden.

Diese Impfungen sind die wichtigsten im ganzen Hundeleben, da hier eine Grundimmunisierung stattfindet. Da zur Zeit leider viele Hunde kommerziell aus dem Ausland importiert werden, steigt bei uns in Deutschland die Gefahr von Seuchen. Deshalb sind die Impfungen unbedingt ernstzunehmen. Lassen Sie Ihren Hund jährlich nachimpfen um die Seuchengefahr in Deutschland gering zu halten.

Wurmkur:

Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt vierteljährlich eine Wurmkur aushändigen. Nehmen Sie nicht immer dieselbe, sondern wechseln Sie regelmäßig, da sich  auch auch bei den Würmern Resistenzen bilden können . Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, lassen Sie bei Ihrem Hund vor einer Wurmkur den Kot untersuchen. So kann man feststellen ,ob eine Wurmkur nötig ist. Wenn Kinder im Haus sind, sollte man besonders darauf achten, daß der Hund regelmäßig entwurmt wird!

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Und nun zu uns, wie alles Begann.

Mein Mann und ich sind seit Kindertagen mit Hunden aufgewachsen.
Meine Eltern hatten als erstes eine Schäferhündin, die sie als Welpe aus dem Tierheim geholt haben.

Sie war Anfangs etwas schwierig, wurde aber später dank viel Geduld zu einem super Hund.
Mit ihr bin ich groß geworden. Als sie dann in die Jahre gekommen war holten meine Eltern noch einen Pudel

dazu. Leider kam er aus einer nicht so guten Zucht und war von Geburt
an Nierenkrank. Aber mit guter Pflege und Spezialfutter wurde auch er 14 Jahre alt. Zum Schluß holten wir

noch einmal einen Hund aus dem Tierheim. Ein West highland White Terrier. Er war zu dem
Zeitpunkt bereits 5 Jahre alt und sehr schwierig. Also bin ich, damals bereits Volljährig mit ihm in die

Hundeschule gegangen, so wie es mein Vater mit der Schäferhündin getan hat.
Aber dieser kleine Kerl war sehr anstrengend und auch leider agressiv. Also liesen wir ihn kastrieren, was nur

keinen Erfolg brachte. Seither bin ich skeptisch, wenn Hunde wegen ihres
Charakters kastriert werden sollen. In den meisten Fällen hat es keine Auswirkungen auf das Verhalten,

sondern kostet sie nur Geld.
Das beste Mittel für die Erziehung ist konsequent das durchziehen was man von seinem Hund möchte. Dadurch

haben wir auch diesen kleinen, sehr dominanten Kerl in den Griff
bekommen. Allerdings durfte ihn kein Fremder anfassen, weil er hier nach wie vor unberechenbar reagierte.

Als ich dann aber meinen Mann kennen lernte wurde es bei uns turbulent. Er besaß zu dem Zeitpunkt noch zwei
Sibirian Husky Rüden. Ich zog aus, der Westi blieb bei meinen Eltern. und ich erfuhr wie Aufwendig und

Intensiv es ist, so eine Nordische Rasse zu haben und wie viel Bewegung diese sie benötigt um wirklich zufrieden zu sein.

Wir sind regelmäßig in die Berge gefahren um mit den Beiden zu trainiren. Diese Rasse will laufen, sie werden nicht gezwungen wie viele immer denken. Nein, sobald man den Hunden ihr Geschirr anlegt werden sie ganz

nervös und reisen daran, weil sie es kaum abwarten können, bis es endlich los geht. Diese Hunde sind ganz toll, lieb auch verschmust und Kinderlieb, aber man benötigt unwahrscheinlich viel Zeit. Das war letztendlich auch

der Grund, nachdem die Beiden nicht mehr bei uns waren, dass wir uns nach einer anderen, kleineren, aber trozdem interessanten Rasse umsahen. Mittlerweile hatten wir unsere Tochter und so sind wir auf den

Chihuahua gekommen. Sie sind klein, sehr Menschenbezogen aber haben sehr viel Temperament und auch einen Jagdtrieb, welcher oft unterschätzt wird. Ich selber habe die Erfahrung gemacht als mir mein kleines

Rudel am Waldrand die Witterung eines Rehs aufgenommen hat und in den Wald zur Jagd gerannt sind. Ich war heilfroh, dass kein Förster in der Nähe war. Alle Hunde kamen mit gesenkten Köpfen zurück, weil sie

genau wussten dass sie nun etwas falsch gemacht haben. Das war das erste Mal dass sie nicht auf Frauchens Hundepfeife gehört haben......... Danach wurde noch sehr viel ausgiebiger mit ihnen trainiert damit das nicht

noch einmal passiert. Nun aber noch einmal dahin zurück, als wir unsere Maja geholt haben. Es war liebe auf den ersten Blick. Wir haben sie im Internet gesehen und gesagt, die muss es sein. Also sind wir fast 800km

einfache Strecke gefahren um diesen Hund abzuholen. Mittlerweile ist sie 10 Jahre alt und wir sind immer noch der Meinung es hat sich gelohnt für einen gesunden, charakterlich einwandfreien Hund diese Strecke zu

fahren. Als Maja 1 Jahr alt war wollten wir einen Zweiten dazu. Da unsere Züchterin aber gerne einen Welpen

von Maja wollte, hat sie mich überredet einen Wurf zu machen. Wovor ich eine Riesenangst hatte. Die
Geburten bei Chihuahuas sind nicht einfach. ............

Wir schreiben bald weiter..